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"Don't Bother Me"

(by George Harrison,
12. September 1963, EMI Studios, London)




Der erste Harrison-Song, der es auf ein Beatles-Album schaffte, entstand im August 1963, als sie eine Woche lang in Bournemouth spielen mußten - und George tagsüber krank im Hotelzimmer lag. Der unverblümte Text ("So go away/ Leave me alone / Don't bother me") verweist deutlich auf Harrisons Skepsis gegenüber dem Star-Rummel und auf das dringende Bedürfnis nach mehr Privatsphäre in Zeiten der Beatlemania:

In dem Moment, als sich die Welt ihm zu Füßen warf, sang George schon von seinem Problem mit diesem Erfolg - und mit der Band, die diesen Erfolg ermöglicht hatte. "Es fiel mir immer schwer, John, Paul und Ringo zu sagen, dass ich auch einen Song für ein Album hatte," gestand George Harrison 1969 in einem Interview, "Ich kam mir vor wie in einem Wettbewerb - bei dem die Latte ganz schön hoch lag: John und Pauls Songs waren eben sehr gut, und ich will ja nicht, dass die Beatles Müll aufnehmen, nur weil er von mir ist.!"


(Beatles "Don't Bother Me" bei YouTube)




Als Beatle of the people und spät gereifter Songwriter wurde Georg Harrison nie in dem Maße mit Lorbeeren überschüttet wie Lennon & McCartney, welche Leonard Bernstein, der berühmte Dirigent, einst die neuzeitlichen Schubert's nannte. Aber seinen legitimen Status als Dritter im Bunde zweifelte er nie an.
"Manchmal kriegt halt einfach der die meisten Songs auf ein Album, der sich am meisten ins Zeug legt - das ist auch eine Charakterfrage", sagte er im selben Interview: "Und wenn ich Songs auf einer Platte singen soll, können es genauso gut meine eigenen sein."

George Harrison sprach auch mit Bill Harry vom Mersey Beat über das Songschreiben und meinte:
"I can't write lyrics. If i could write lyrics as easy as I could write melodies I would be churning them out like Paul and John.!"





("Don't Bother Me" home demo, probably at Palace Court Hotel, Bournmoth, sometime between 19-24 August 1963,  bei YouTube)




P. J. Griffiths, ein bekannter Fotograf, erinnert sich: "Liverpool war zu dieser Zeit ein sehr pulsierender Ort", sagte Griffiths, der die Beatles zu drei verschiedenen Anlässen während der frühen Sechziger fotografierte. "Du hingst mal mit den richtigen, mal mit den falschen Leuten rum, machtest die Bekanntschaft von verschiedenen Musikern und warst dir nie sicher, wer es schaffen wird" Griffiths wurde von seinem besten Freund Adrian Henri vorgestellt, der zusammen in einer Band war mit Paul Mc Cartney's Bruder Michael. "McCartney's Bruder meinte, ich sei okay", sagte Griffiths. "Ich war wie ein Freund bei ihnen. Nicht so wie ein Bühnentechniker. Ich wünschte nur, mir wäre bereits zu jener Zeit klargeworden, dass sie derartig berühmt werden würden. Ich bedaure wirklich, dass ich nicht mehr Zeit mit ihnen verbracht habe!" "Hätte ich gewusst, was ein Ashram ist", sagte Griffiths, "dann hätte ich gesagt, dieser Typ wird im Ashram landen."




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